Auf Grund des, auf Deutsch, neu erschienenen Films Outsourced möchte ich dieses Thema kurz näher erläutern.
Zum Inhalt des Films: Todd Anderson erfährt von seinem Boss, dass seine Kundendienstabteilung nach Indien ausgelagert wird. Alle, bis auf einen, werden gefeuert. Diese Person soll soll die neuen indischen Kollegen nämlich auf die Gepflogenheiten der amerikanischen Kunden eintrimmen. Und das ist Todd.Vor die Wahl gestellt - Arbeitslos oder Indien - entscheidet er sich widerwillig für den riesigen Subkontinent. das Büro dort ist ein Rohbau, die Belegschaft ungelernt, das Auftragssoll hoch und Indien voller Mystik.
Outsourcing; also das Auslagern von Produktionsstätten, Unternehmensaufgaben und Arbeitsplätzen an Drittunternehmen in billiger produzierende Länder ist schon lange Teil der globalen Wirtschaft. Die Vorteile für eine Firma die Produktion ins Ausland zu verlegen liegen auf der Hand:
Kosteneinsparung
Technologienutzung
Flexibilität
Fokusierung
24 h Kundenservice auf Grund der Zeitverschiebung
Ein Beispiel für dieses Vorgehen sind die Call Center in Indien, in denen sich die indischen Kollegen Nächte um die Ohren schlagen, um den Kunden Online-Produkte, Versicherungen und Renten am Telefon zu verkaufen, oder schlicht als Informtionshotline, Dateneingabe oder Reparaturhilfe (Support bei PC Problemen etwa) dienen. Der Kunde bekommt die Entfernung (da die eigene Landessprache des Anrufers gesprochen wird) kaum mit.
Kaum ein anderes Land profitierte vom Outsourcing Boom so stark wie Indien, weil sie folgendes bieten können:
Großes Potential an sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern
Geringere Stundenlöhne und Arbeitsplatzkosten
Wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen
Gut funktionierende IT-Infrastruktur
Desweiteren erhält Indien dadurch einen Wirtschaftswachstum und die Möglichkeit sich zu emanzipieren, sowie mehr Arbeitsplätze.
Aber nicht nur die Callcenter sind in Indien begehrt, auch die IT Branche sowie die Pharma- und Chemiebranche mischt beim Outsourcen mit.
Aber auch die Nachteile liegen auf der Hand, wodurch viele Firmen von Indien weg, wieder in die Heimat zurückkommen:
Die Sprache: Inder sprechen angeblich alle "bestes Englisch", aber tatsächlich ist das dort gesprochene Englisch meist schwer zu verstehen.
Die dortigen Fachkenntnisse können oft nicht mit dem mithalten was eigentlich gefordert wird.
Schlechte Planung , nicht jede Arbeit ist für Outsourcing geeignet.
Kulturelle Unerschiede welche die Arbeit sowie die Zusammenarbeit erschweren können. Andere Arbeitsweisen und Einstellungen der Mitarbeiter können zu vielen Missverständnisen führen.
Bürokragische Probleme Indiens
Sowie, auch in Indien steigen die Gehälter
Montag, 20. Oktober 2008
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