Weihnachten, die wohl besinnlichste Zeit im Jahr, und einer der drei wichtigsten christlichen Feiertage neben Pfingsten und Ostern.
Dieses Fest wird weltweit rund um den Globus von Millionen von Menschen gefeiert. Aber jedes Land hat so seine eigenen weihnachtlichen Traditionen.
Aus diesem Grunde möchte ich in diesem Text das österreichische und das Indische Weihnachtsfest näher erläutern.
In Österreich ist Weihnachten wohl die wichtigste Zeit für die Familie (nicht nur für den Handel). Schon die Vorweihnachtszeit ist wichtig, welche mit dem 6. Dezember - also dem Besuch des Nikolaus (der die Guten beschenkt) startet. Für viele Österreicher bedeutet vor allem in die Vorweihnachtszeit Kekse backen, Geschenke kaufen während man die ausgestellten Krippen und die Weinachtsbeleuchtung auf den Straßen bewundert, das Haus bzw. die Wohnung zu schmücken während man im Radio ab November mit Weihnachtsliedern berieselt wird, dem Brauch jeden Tag ein Fenster im Adventskalender aufzumachen (für Kinder mit Schokolade und Süßem), dem Christbaumkauf (der sorgfältig ausgesucht wird) oder Winterwanderungen in verschneiter Umgebung genießt.
Abends gehts dann auf den Christkindlmarkt auf Bratwürstel (zu keiner anderen Jahreszeit werden mehr Bratwürstel gegessen als in der Vorweihnachtszeit) oder Punsch (stammt übrigens aus Indien -> Punch = Panch (5) und meint jene fünf ursprünglichen Grundzutaten: Tee, Zucker, Alkohol,Fruchtsaft und Gewürze).
Die vier Adventsonntage vor Weihnachten werden mit dem Adventskranz dargestellt (jeden Sonntag brennt eine Kerze mehr), und eine Weihnachtskrippe wird im Haus oder der Wohnung aufgestellt.
Der Weihachtstag (in Europa der 24. Dezember, nicht so wie in Amerika der 25. Dezember) beginnt dann meist mit den letzten Erledigungen und (vor allem für Kinder) mit dem Warten auf den Spätnachmittag. Denn sobald es Dunkel wird kommt das Christkind (Pendant zum amerikanischen Weihnachtsmann) welches den Weihnachtsbaum schmückt und die Geschenke unter den Baum legt. Doch bevor es soweit ist die Geschenke auszupacken wird meist im Familienkreis genüsslich gespeist. Dann, so gegen 17.00 Uhr klingelt das Glöckchen, was heißt das Christkind war da. Und nach dem Auspacken gehts für die Erwachsenen zum Abschluss des Abends noch zur Mitternachtsmette in die Kirche. Die zwei darauffolgenden Feiertage werden meist dafür genützt andere Verwandte zu besuchen.
Auch in Indien leben ca. 7 % Christen (Thomaschristen), und auch die feiern Weihnachten.
Aber das Indische Weihnachten, welches vor allem im Süden des Landes praktiziert wird (z.b. Goa) ist ein wenig anders, als im verschneiten Österreich.
Es ist ein Mix aus eigenen, über die Jahrhunderte entstandenen regionalen Traditionen, und übernommenen Bräuchen aus anderen Kulturen.
Indisches Weihnachten ist - statt besinnlich und ruhig (wie in Europa) - bunt, lustig und hell. Lichterketten schmücken die Häuser und Bäume, und als Dekoration dienen die auf die Hausdächer gestellten Öllampen, die die Dunkle Nacht zum Lichtermeer machen; und Mangoblätter. Statt Tannen (die in Europa u.a. als Christbaum dienen) werden Palmen geschmückt. Es wird getanzt und gesungen und Geschenke verteilt (wobei das Oberhaupt einer Familie eine Zitrone bekommt; für Glück und Erfolg), und die Messe besucht die oft bis in den frühen Morgen andauert.
Mittwoch, 12. Dezember 2007
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