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Montag, 20. Oktober 2008

Outsourcing

Auf Grund des, auf Deutsch, neu erschienenen Films Outsourced möchte ich dieses Thema kurz näher erläutern.

Zum Inhalt des Films: Todd Anderson erfährt von seinem Boss, dass seine Kundendienstabteilung nach Indien ausgelagert wird. Alle, bis auf einen, werden gefeuert. Diese Person soll soll die neuen indischen Kollegen nämlich auf die Gepflogenheiten der amerikanischen Kunden eintrimmen. Und das ist Todd.Vor die Wahl gestellt - Arbeitslos oder Indien - entscheidet er sich widerwillig für den riesigen Subkontinent. das Büro dort ist ein Rohbau, die Belegschaft ungelernt, das Auftragssoll hoch und Indien voller Mystik.


Outsourcing; also das Auslagern von Produktionsstätten, Unternehmensaufgaben und Arbeitsplätzen an Drittunternehmen in billiger produzierende Länder ist schon lange Teil der globalen Wirtschaft. Die Vorteile für eine Firma die Produktion ins Ausland zu verlegen liegen auf der Hand:
Kosteneinsparung
Technologienutzung
Flexibilität
Fokusierung

24 h Kundenservice auf Grund der Zeitverschiebung

Ein Beispiel für dieses Vorgehen sind die Call Center in Indien, in denen sich die indischen Kollegen Nächte um die Ohren schlagen, um den Kunden Online-Produkte, Versicherungen und Renten am Telefon zu verkaufen, oder schlicht als Informtionshotline, Dateneingabe oder Reparaturhilfe (Support bei PC Problemen etwa) dienen. Der Kunde bekommt die Entfernung (da die eigene Landessprache des Anrufers gesprochen wird) kaum mit.

Kaum ein anderes Land profitierte vom Outsourcing Boom so stark wie Indien, weil sie folgendes bieten können:
Großes Potential an sehr gut ausgebildeten Mitarbeitern
Geringere Stundenlöhne und Arbeitsplatzkosten
Wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen
Gut funktionierende IT-Infrastruktur

Desweiteren erhält Indien dadurch einen Wirtschaftswachstum und die Möglichkeit sich zu emanzipieren, sowie mehr Arbeitsplätze.
Aber nicht nur die Callcenter sind in Indien begehrt, auch die IT Branche sowie die Pharma- und Chemiebranche mischt beim Outsourcen mit.

Aber auch die Nachteile liegen auf der Hand, wodurch viele Firmen von Indien weg, wieder in die Heimat zurückkommen:
Die Sprache: Inder sprechen angeblich alle "bestes Englisch", aber tatsächlich ist das dort gesprochene Englisch meist schwer zu verstehen.
Die dortigen Fachkenntnisse können oft nicht mit dem mithalten was eigentlich gefordert wird.
Schlechte Planung , nicht jede Arbeit ist für Outsourcing geeignet.
Kulturelle Unerschiede welche die Arbeit sowie die Zusammenarbeit erschweren können. Andere Arbeitsweisen und Einstellungen der Mitarbeiter können zu vielen Missverständnisen führen.
Bürokragische Probleme Indiens
Sowie, auch in Indien steigen die Gehälter

Rezept Chicken Madras

Zutaten:
50 g Kokosraspel
1/8 l Geflügelbrühe oder Suppe
1/4 l Milch
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote
10 dag Creme fraiche oder Rahm
10 dag Ananas (Stücke)
10 dag Karroten
50 g Cshewkerne
30 dag Hühnerfilet
Pfeffer
Paprike
Salz
Curry
Zitronensaft
Kokosmilch

Zubereitung:
Die Kokosraspel in der Milch ca, 1/2 Stunde erweichen. Das Gemüse und den Knoblauch würfeln, das Fleisch schneiden, im Wok (oder einer Pfanne) in Öl scharf anbraten. Herausnehmen, salzen und mit Curry stark würzen. Das Gemüse im restlichen Fett anbraten, und mit Brühe ablöschen. 5 Minuten kochen lassen. Mit Curry abschmecken. Die Chilischote entkernen und in feine Ringe schneiden, Kokosmilch durchseihen, beides mit dem Hähnchenfleisch, der Creme fraiche, den Ananasstückchen und den Cashewkernen unter das Gemüse rühren. Alles 10-20 Minuten schmoren lassen. Mit Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Zitronen- und Ananassaft abschmecken.

Freitag, 29. August 2008

Indische Maßeinheiten

Anna
Bis 1950 Währungseinheit: 1 Rupee = 16 Annas


Guz
Asiatisches Längenmaß

1 Guz = ca. 91,4 cm in Bengalen
1 Guz = ca. 68,6 cm in Mumbai/


Karṣa
altes Hohl- oder Gewichtsmaß
1 Karsa = ca. 11 Gramm

Seer
nicht mehr gebräuchliche Gewichtseinheit
1 Seer = 932 g


Tola
Altes Gold- und Silbergewicht ca. 11,66 g

Pantschatantra

Das Pandschatantra ist neben der Bibel das am häufigsten übersetzte Buch weltweit. Ist ist eine (anfangs mündlich weitergegebene) 5 Bändige Sammlung voll mit Fabeln, Märchen und Geschichten. Diese "Fünf Bücher der Weisheit" dienten früher unter anderem für die Erziehung der Fürstenkinder. Jedes der Bücher behandelt ein Thema.Das Alter der Bücher wird auf ca. 3000 bis 4000 Jahre geschätzt. Wie immer finden wir im Pandschatantra Moral, Lehren und diverse Regeln und Weisheiten (meist in Tiergeschichten verpackt).
Das Buch wurde auch auf Deutsch übersetzt. Siehe:
http://www.amazon.de/Pantschatantra-Theodor-Benfey/dp/B0000BM7KW
http://www.antiqbook.de/boox/steink/001442.shtml
http://www.biblioman.de/info/ingeborgdomdey1662/artikel_33388.htm

Panj = die Zahl Fünf
Tantra = Meditation, Tanz, Musik

Mittwoch, 09. Juli 2008

Was ist.....ein Chawl?

Chawls sind günstige Herbergen für Arbeiter in Großstädten wie Dheli oder Mumbai. Bestehend aus einem Zimmer sind sie mit einem Gemeinschaftsbalkon mit den anderen Zimmern verbudnen, verteilt auf max. 6 Stöcke, mit Gemeinschaftsbädern.
Meist reihen sich einige Chawls aneinander und teilen sich einen Innenhof.
Privatsphäre entsteht kaum und man verbringt praktisch den Tag mit den Nachbarn. Ein eigenes Soziales Leben entstand.
Im Erdgeschoss findet man meistens kleine Läden.

Die Geschichte der Chawls begann vor rund einem Jahrhundert wo man die Zimmer meist Arbeitern aus Fabriken vermietete (Tag und Nachtschicht), nach und nach zogen deren Familien nach. Früher schön verzierte und gut gebaute Häuser sind es heute eher Bruchbuden gleich.

Durch eine Wiederaufwertung der Häuser und Grundstücke in Großstädten werden viele der Chawls zur Zeit abgerießen (manche renoviert) und neue (Hoch)Häuser gebaut, und die Mieter umgesiedelt. Dadurch geht jedoch manchmal der alte Charme und das soziale Zusammenhalt der Chawl Bewohner verloren.


(Quelle)www.macalester.edu/.../espencer/chawls.html

Mittelschicht in Indien

Indiens Wirtschaftsaufschwung und somit auch das Wachstum führt zu gravierenden Veränderungen in den Gesellschaftsschichten.
Allen voran profitiert vor allem die Mittelschicht von dieser Situation des Wachstums. Ein Kreislauf zwischen Wirtschaft und Bevölkerung entsteht, denn die Mittelschicht Indiens wird / ist eine ernstzunehemende Kaufkraft die man nicht unterschätzen sollte. Durch den Wirtschaftsaufschwung steigen die Nettoeinkommen pro Haushalt und viele Inder haben nun ersmals die Chance sozial aufzusteigen (Pro Kopf Einkommen in Indien ca. 300 Euro - niedrig für uns, viel für indische Verhältnisse).
Der Soziale Aufstieg entsteht vor allem durch die besseren Möglichkeiten der Arbeit und die höhere Schulbildung (denn kaum ein Inder vertraut wirklich auf das staatliche Schulsystem und schickt seine Kinder wenn möglich auf Privatschulen auch wenn das heißt das ein Kredit aufgenommen werden muss).
Die Mittelschicht wird in Indien vorallem als gemeinsamer Haushalt betrachtet (und nicht die einzelnen Personen).

Mit europäischen Verhältnissen ist die indische Mittelschicht aber nicht wirklich vergleichbar. Sie wohnen zb. in drei- oder mehrstöckigen Gebäuden bei denen der Putz abbröckelt, lose Kabel von der Decke hängen, die Aussicht aus dem Fenster das Wohnzimmer des Gegenübers ist, die Straße vor dem Haus ungeteert und staubig sein kann. Für uns ein heruntergekommenes Viertel, für die Inder eine beliebte Wohngegend, deren Grundstücke stetig im Preis steigen.

Desweiteren ist in Indien Mittelschicht nicht gleich Mittelschicht. Unterteilen lässt sie sich vor allem beim Gehalt.
untere Mitteschicht (= Kletterer, Aufstrebende):
Verdienst 100-300 Euro monatlich, 1000 Euro aufwärts Jahreseinkommen
Eigentum: Telefon, Fahrrad, kleiner schwarz-weiß Fernseher
Wohnung: ein Zimmer in Slumviertel mit festen Mauern
Erste Konsumgüter sind leistbar

Mittlere Mittelschicht (konsumorientierte Klasse, Ausgebende):
Verdienst 500 Euro aufwärts monatlich, 2000 Euro aufwärts Jahreseinkommen
Eigentum: Moped, Tv, Kühlschrank, Handy
Wohnung: Kleinwohnung mit zwei Zimmern in besserer Gegend

höhere Mittelschicht (wohlhabende Mittelschicht):
Verlgeichbar mit der Europäischen Mittelschicht
Verdienst ab 3000 Euro
Eigentum: Klimaanlage, Auto; einen Urlaub mit Flugzeug


Die indische Mittelschicht in Zahlen, das wären rund 50 Millionen - also im Gesamtvergleich mit der indischen Bevölkerung von ca. 1,2 Milliarden Einwohnern eigentlich wenig.
Obwohl davon also nur ca. rund 8% der hohen Mittelschicht und der Oberschicht angehören(verglichen mit der überwiegenden Unterschicht), sind sie die herrschende und treibende Dominante in der Indischen Gesellschaft.

Nachteile:
Vorallem bei der mittleren Mittelschicht entstehen durch die Konsumorientierung neue Probleme. Es wird mehr ausgegben als reinkommt - Kreditboom entsteht.

Der Wirtschaftswachstum bezieht sich nur auf die Städte, die Landbevölkerung bleibt davon weitgehend unberührt.

Samstag, 21. Juni 2008

Englisch und Indisch - eine Symbiose II

Neben dem Indischen Englisch hat sich auch noch eine Mischform entwickelt. Daraus entstehen dann Hinglish, Inglish oder etwa Benglish (Bengalisch und Englisch).
Ein paar Beispiele:
Inglish (also das vorhandensein von mehr Englischen Wörtern bzw. die Mischung beider Sprachen innerhalb eines Wortes)
I'm going to have my khaana, yaar (ich werde essen gehen)
I have hazaar things on my mind

Hinglish (also das vorhandensein von mehr Hindi Wörtern, bzw. die Mischung beider Sprachen innerhalb eines Wortes)
Tension nahi rakhneka (rege dich nicht auf)
time kya hua hai?


Es ist aber auch die Veränderung im Gebrauch eines Wortes gemeint:
can you prepone (bring forward) my meeting with the bank manager
kindly = please
Today morning = this morning

Durch die Vielfalt an Sprachen im Indischen Raum ist ein sogenanntes "code switching" (das Wechseln von einer Sprache in die andere beim Reden) oder "code mixing" (das Verwenden mehrerer Wörter aus verschiedenen Sprachen in einem Satz) durchaus gebräuchlich.


Anmerkung am Rande: Auch andere Sprachen vermischen sich - siehe Spanglisch (Englisch und Spanisch)

Englisch und Indisch - eine Symbiose I

Indien und die Englische Sprache sind seit dem 17. Jahrhundert tief verwurzelt. Mit der Zeit kam es zu einer Symbiose.

Das Indische English ist jenes Englisch das sich im Indischen Sprachraum eingebürgert hat. Nicht verwunderlich wenn man bedenkt das Englisch neben Hindi die zweite Amtssprache des Landes ist. Über die Jahre hat es ein Eigenleben entwickelt, und ist meist geprägt durch ein nicht korrekt ausgeprochenes Englisch.
Das heißt es kann vor allem in der Ausprache von der Originalsprache durchaus abweichen beim geschriebenen Englisch eher weniger.
Wörter werden anders verwendet und es entstand sogar eine eigene Grammatik.

Zum Beispiel:
* Laute wie d / t / r werden anders betont
* der Stimmlose dentale Frikativ (also ein gelispeltes s wie bei Thanks) wird meist als "Th" ausgesprochen (statt shanks - tanks)
* kein Unterschied zwischen w und v
* kein Unterschied zwischen "pull" und "pool" bei der Ausprache
* past perfect tense statt past simple
* open / close statt switch on / off
* ladies wird für EZ (Lady) benutzt
* would statt will
* You're going, isn't it? statt You're going, aren't you?
* Generally / Actually am Beginn


BEISPIEL aus http://www.indien-aktuell.de/viewtopic.php?t=4352 :

The following is a telephone exchange between a hotel Guest and room-service at a fine hotel in India.

Room Service: Morny. Ruin sorbees.

Guest: Sorry, I thought I dialed room-service.

Room Service: Rye..Ruin sorbees..morny! Djewish to odor sunteen??

GUEST: Uh, yes. Id like some bacon and eggs.

Room Service: Ow July den?

GUEST: What?

Room Service: Ow July den? Pry, boy, pooch?

GUEST: Oh, the eggs! How do I like them? Sorry,
scrambled please.

Room Service: Ow July dee bayhcem--crease?

GUEST: Crisp will be fine.

Room Service: Hokay. An san tos?

GUEST: What?

Room Service: San tos. July San tos?

GUEST: I dont think so

Room Service: No? Judo one toes?

GUEST: I feel really bad about this, but I
dont know what "judo one toes means."

Room Service: Toes! toes! Why djew don juan toes?
Ow bow singlish mopping we bother?

GUEST: English muffin! Ive got it! You were
saying "Toast." Fine. Yes, an
English muffin will be fine.

Room Service: We bother?

GUEST: No, just put the bother on the side.

Room Service: Wad?

GUEST: I mean butter--just put it on the side.

Room Service: Copy?

GUEST: Sorry?

Room Service: Copy, tea, mill?

GUEST: Yes. Coffee please, and that's all.

Room Service: One Minnie. Ass ruin torino fee,
strangle ache, crease baychem,
tossy singlish mopping we bother
honey sigh, and copy--rye?

GUEST: Whatever you say.

Room Service: Tendjewberrymud.

GUEST: You're welcome.